UK, 2017, 105
Min, Deutsche Synchronfassung
Das Leben des
24-jährigen Johnny auf der abgelegenen Schafsfarm seiner Familie im Norden
Englands ist karg und einsam. Zwischen ihm, seinem kranken Vater und der
stoischen Großmutter fallen nur wenige, grobe Worte. Er betrinkt sich jeden
Abend im nahe gelegenen Pub und hat ab und zu unverbindlichen Sex mit jungen
Männern. Als im Frühjahr der gleichaltrige Saisonarbeiter Gheorghe aus Rumänien
auf die Farm kommt, ist Johnny zunächst misstrauisch und mürrisch. Doch während
der harten Farmarbeit wird ihre Beziehung intensiver. Aus flüchtigen Blicken
und Gesten werden Berührungen. Johnny begehrt Gheorghe nicht nur körperlich, er
fühlt bei ihm auch eine nicht gekannte Geborgenheit. Aber was passiert, wenn
die Saison zu Ende ist und Gheorghe zurück nach Rumänien muss?
Regisseur
Francis Lee hat sein raues Regiedebüt in der ehemaligen Grafschaft Yorkshire
gedreht – aufgrund der archaischen Landschaft auch „God’s Own Country“ genannt.
In einer unwirtlichen Natur erzählt Lee in realistischen Bildern von harscher
Schönheit die packende Geschichte einer sexuellen und emotionalen Erweckung –
und die Geschichte einer gewaltigen Liebe.
GOD’S OWN
COUNTRY hatte seine Weltpremiere in Sundance, wo der Film mit dem Regiepreis
ausgezeichnet wurde. Es folgten zahlreiche weitere Festivalauftritte und
Auszeichnungen, u.a. im Panorama der Berlinale (Preis der „Männer“-LeserInnen-Jury),
dem Edinburgh Film Festival (Preis für den Besten Britischen Film) und dem
Frameline Film Festival in San Francisco (Publikumspreis).

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