D 2015, ca. 90 Min, Deutsche Originalfassung
Er war der
funkelnde Saphir in einer grauen Dynastie - Arndt von Bohlen und Halbach, der
letzte Krupp. Liebstes Hassobjekt der deutschen Nachkriegspresse. Vom Vater und
dessen Handlangern zum Verzicht auf das Familienerbe gedrängt, führte er ein
Märchenleben zwischen Sylt, Marrakesch, dem Salzburger Land und Palm Beach,
teuren Familiensitzen, um deren Unterhalt er sich kümmern musste. Ein
Bittsteller, verlacht als „reichster Frührentner Deutschlands”. Ein schwuler
Paradiesvogel, der das Licht der Öffentlichkeit brauchte. Weich wie Watte statt
hart wie Kruppstahl? Der letzte Krupp tanzte aus der Reihe - aber wenigstens
tanzte mal einer.
André Schäfer
(„Deutschboden”) erzählt dokumentarisch die Geschichte des letzten Sprosses
einer belasteten Familie, der diesem Land einfach zu viel war. HERR VON BOHLEN
lässt wichtige Zeitgenossen und Freunde zu Wort kommen und verwischt die Grenze
zum Fiktionalen, wenn ein Reporter Arndt von Bohlen (Arnd Klawitter) in einer
inszenierten Reise Ende der 1970er Jahre an die bedeutenden Orte seines Lebens
begleitet.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen